Meine Große Reise – Teil 1

Es ist Mai 2016 und wir (Dura und ich) leben nun schon einige Monate auf der Wonderwall, die ich stetig auf die Große Reise vorbereite. Wir bekommen eine Mail von Nico, er kündigt sich an, in Niederlande zu fliegen. Die Große Reise kann beginnen! 

Mitte Mai kommt schließlich Nico nach Goes (Niederlande). Da ich noch Gäste auf der Wonderweall habe, verbringen wir noch einige Tage mit relaxen und segeln in Zeeland. Als meine Gäste uns verlassen machen wir (nun Dura, Nico und ich) uns auf den Weg nach Brouwershaven (Zeeland, Niederlande) zum Rigger. Hier werde einige Wantenspanner getauscht und das Rigg kontrolliert. Zudem bauen wir den Windpilot (Windpilot Pacific Plus) ans Boot. 

Nun das Boot ist fertig zur Reise!

windpilot

Wir haben den 20.05.2016 und bunkern Proviant für den ersten Schlag, es soll von Wolphaartsdijk (Veersemeer) über die Oosterschelde auf die Nordsee gehen mit Ziel Blankenberge in Belgien. Wir legen ab und setzten Segel. Der Wind bläst mit bis zu 30 Knoten in Böen aus Nord. Schnell bemerke ich wie sich der Großmast im Top stark biegt und ich habe Angst einen Mastbruch zu erleiden. Nach ganzen zwei Seemeilen holen wir die Segel ein und wir entscheiden uns unter Motor die „stehende Mastroute“ über Vlissingen zu nehmen. Diese führt von dem Veerse Meer in die Nordsee und ist mit einigen Schleusen eine durchaus schöne und gemütliche Route.

Wir bleiben eine Nacht in Blankenberge und ich spanne nochmals die Wanten nach, die viel zu locker waren. Vielen Dank an den Rigger,  du solltest dir evtl. einen anderen Job suchen! 

Am nächsten Tag geht es weiter nach Neuwpoort. Kabblige See und der kalte Wind aus Osten machen die unansehnliche Küste Belgiens wie ich finde, nicht schöner. Zudem ist Dura Seekrank. Wie auch beim Mensch können Tiere unter Seekrankheit leiden. Dies zeigt sich in den selben Symptome wie bei uns  Menschen. Weiter Details ersparte ich euch. Auch mir ist etwas flau im Magen und bin froh wieder in einem Hafen anzulaufen. Neuwpoort, ein großer Yachthafen bietet alles was man benötigt. Nur das schlechte und kalte Wetter machen auch diesen Hafen nicht schöner. Wir verkriechen uns in die Koje, morgen soll es weiter nach Dunkerque (deutsch Dünkirchen) gehen. Wir bekommen Besuch von Jannine und ihren Sohn Miko, ebenfalls wollen Nico und ich einen Ausflug nach Calais ins Flüchtlingscamp unternehmen.

Angekommen in Dunkerque (23.05.2016) bietet die Hafeneinfahrt ein spektakulären Anblick. Hier wird ein Kriegsfilm gedreht und einige Kriegsschiffe aus dem zweiten Weltkrieg liegen vor der Einfahrt. Dicker schwarzer  Rauch der Pyrotechnik und Spezieleffekte steht über dem Hafen der mit original Kulissen aus dem zweiten Weltkrieg nachgebaut wurde. Die nächsten Tage sehen wir immer wieder den Rauch, die Schiffe, zudem alte Jagdflieger die von Hubschrauber begleitet werden. Wir unternehmen einige kleinere Segelausflüge  vor der Küste um die Kriegsschiffe zu betrachten und unserem Besuch ein paar schöne Tag an Bord zu bescheren.

Nach einigen Tagen verläßt uns unserer Besuch und auch Nico muss für einige Tage nach Berlin reisen um  einen Termin wahrzunehmen. Dura und ich bleiben alleine an Bord. Das Wetter ist schlecht, es regnet für einige Tage und es ist kalt. Meine  Stimmung sinkt. Dunkerque ist leider keine besonders schöne Stadt und dient nicht gerade für einen längeren Aufenthalt. Nach fünf Tagen kommt Nico zurück. Juhu, es kann weiter gehen! 

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